Gemeinschaftsverpflegung in der Kaserne

Die unentgeltliche Gemeinschaftsverpflegung in der Kaserne für Soldaten während einer Dienstreise ist regelmäßig steuerbarer und steuerpflichtiger Arbeitslohn und mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten.

Gemeinschaftsverpflegung in der Kaserne

Dieser ist vorliegend mit den amtlichen Werten der Sachbezugsverordnung zu bewerten (§ 8 Abs. 2 Sätze 6, 7 EStG). Denn die Truppenverpflegung ist als Art der Verköstigung durch die Sachbezugsverordnung sowie die ihr zu Grunde liegende Verordnungsermächtigung erfasst1. Die Kosten einer Truppenverpflegung sind –anders als die Kosten für Hotel- oder Gaststättenbesuche2.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 24. März 2011 – VI R 11/10

  1. vgl. BFH, Urteile vom 19.08.2004 – VI R 33/97, BFHE 207, 230, BStBl II 2004, 1076; vom 06.02.1987 – VI R 24/84, BFHE 149, 172, BStBl II 1987, 355 []
  2. siehe dazu BFH, Urteil vom 19.11.2008 – VI R 80/06, BFHE 223, 410, BStBl II 2009, 547)– vergleichbar mit denen, die das Statistische Bundesamt zur Ermittlung der amtlichen Sachbezugswerte als Kosten für Nahrungs- und Genussmittel ermittelt hat ((BR-Drucks. 509/77, S. 6 []