Getrenn­te Ver­an­la­gung von Ehe­gat­ten

Ehe­gat­ten, die im Kalen­der­jahr an min­des­tens einem Tag zusam­men gelebt haben, kön­nen sich zusam­men zur Ein­kom­men­steu­er ver­an­la­gen las­sen. Ins­be­son­de­re nach einer Tren­nung kommt es hier aber immer wie­der zu Streit, wenn sich ein Ehe­gat­te durch die Zusam­men­ver­an­la­gung über­vor­teilt fühlt. Die­sem Ehe­gat­ten steht jedoch auch nach einer Zusam­men­ver­an­la­gung die Mög­lich­keit offen, die getrenn­te Ver­an­la­gung zu wäh­len. In die­sem Fall wer­den dann bei­de Ehe­gat­ten ein­zeln zur Ein­kom­men­steu­er ver­an­lagt. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat nun noch­mals bestä­tigt, dass jeder Ehe­gat­te die­ses Wahl­recht solan­ge aus­üben kann, wie der auf­grund der Zusam­men­ver­an­la­gung ergan­ge­ne Ein­kom­men­steu­er­be­scheid ihm gegen­über noch nicht bestands­kräf­tig ist. Auch eine bereits ein­ge­tre­te­ne Bestands­kraft gegen­über dem ande­ren Ehe­gat­ten scha­det nicht.

Getrenn­te Ver­an­la­gung von Ehe­gat­ten

BFH, Urteil vom 03.03.2005 – III R 22/​02