Häus­li­che Arbeits­ecke

Auf­wen­dun­gen für einen in die häus­li­che Sphä­re ein­ge­bun­de­nen Raum, der mit einem nicht uner­heb­li­chen Teil sei­ner Flä­che auch pri­vat genutzt wird (sog. "Arbeits­ecke"), kön­nen nicht als Betriebs­aus­ga­ben/​Wer­bungs­kos­ten berück­sich­tigt wer­den 1.

Häus­li­che Arbeits­ecke

Nach § 4 Abs. 4 EStG sind Betriebs­aus­ga­ben die Auf­wen­dun­gen, die durch den Betrieb ver­an­lasst sind. Auf­wen­dun­gen für einen in die häus­li­che Sphä­re des Steu­er­pflich­ti­gen ein­ge­bun­de­nen Raum jedoch, der sowohl zur Erzie­lung von Ein­künf­ten als auch ‑in mehr als nur unter­ge­ord­ne­tem Umfang- zu pri­va­ten Zwe­cken genutzt wird, sind ins­ge­samt auch nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG nicht abzieh­bar 2.

Das gilt auch für Zim­mer, die im Wege einer räum­li­chen Auf­tei­lung mit einer "Arbeits­ecke" zur Erzie­lung von Ein­nah­men und in der übri­gen Flä­che zu pri­va­ten Wohn­zwe­cken genutzt wer­den 3.

In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall kam danach eine Berück­sich­ti­gung der Auf­wen­dun­gen als Betriebs­aus­ga­ben nicht in Betracht, da der Klä­ger den in Rede ste­hen­den Raum ledig­lich mit einer Arbeits­ecke betrieb­lich und im Übri­gen pri­vat genutzt hat­te.

Auch die Abtren­nung durch ein Regal genügt nicht, um aus dem ein­heit­li­chen Raum zwei Räu­me zu machen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 17. Febru­ar 2016 – X R 32/​11

  1. Anschluss an BFH, Beschluss vom 27.07.2015 – GrS 1/​14, BFHE 251, 408[]
  2. BFH (GrS), Beschluss in BFHE 251, 408, unter D.[]
  3. BFH, eben­da, unter D.02.b cc (3) []