Häus­li­che Arbeits­zim­mer

Die Finanz­ver­wal­tung reagiert auf die jüngs­ten Ent­schei­dun­gen der Finanz­ge­rich­te in Müns­ter [1], Han­no­ver [2] und Düs­sel­dorf [3] sowie des Bun­des­fi­nanz­hofs [4] zu der ab 2007 gel­ten­den Neu­re­ge­lung der Abzugs­fä­hig­keit der Kos­ten eines häus­li­chen Arbeits­zim­mers.

Häus­li­che Arbeits­zim­mer

In einem aktu­el­len Erlass vom 6.10.2009 weist das Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen nun die Finanz­äm­ter an, Anträ­gen auf Aus­set­zung der Voll­zie­hung, in denen ab Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2007 Auf­wen­dun­gen für ein häus­li­ches Arbeits­zim­mer gel­tend gemacht wer­den, statt­zu­ge­ben. Ent­spre­chend der bis zum 31. Dezem­ber 2006 gel­ten­den Rechts­la­ge ist Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass ent­we­der

  • die betrieb­li­che oder beruf­li­che Nut­zung des Arbeits­zim­mers mehr als 50 % der gesam­ten betrieb­li­chen und beruf­li­chen Tätig­keit beträgt oder
  • dass für die betrieb­li­che oder beruf­li­che Tätig­keit kein ande­rer Arbeits­platz zur Ver­fü­gung steht.

Die Auf­wen­dun­gen sind dann höchs­tens bis zu einem Betrag von 1.250 € zu berück­sich­ti­gen.

In einem Punkt geht das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um noch über die Recht­spre­chung der Finanz­ge­rich­te hin­aus:
Eine Aus­set­zung der Voll­zie­hung – also vor­läu­fier Rechts­schutz – ist nach dem neu­en Erlass auch dann zu gewäh­ren, wenn dies zu einer vor­läu­fi­gen Erstat­tung ent­rich­te­ter Vor­aus­zah­lun­gen bzw. anzu­rech­nen­der Steu­er­ab­zugs­be­trä­ge führt.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 6. Okto­ber 2009 – IV A 3 – S 0623/​09/​10001

  1. FG Müns­ter, Be­schluss vom 08.05.2009 – 1 K 2872/​08 E[]
  2. Nds. FG, Be­schluss vom 02.06.2009 – 7 V 76/​09[]
  3. FG Düs­sel­dorf, Be­schluss vom 21.08.2009 – 11 V 2481/​09 A(E) []
  4. BFH, Be­schluss vom 25.08.2009 – VI B 69/​09[]