Häus­li­ches Arbeits­zim­mer – und die erhöh­te Gebäu­de­ab­schrei­bung

Der abzugs­fä­hi­ge Höchst­be­trag nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b für ein Arbeits­zim­mer, das nicht den Mit­tel­punkt der gesam­ten beruf­li­chen Betä­ti­gung bil­det, ist auch im Fall einer nach § 7i EStG erhöh­ten Gebäu­de­ab­schrei­bung zu berück­sich­ti­gen.

Häus­li­ches Arbeits­zim­mer – und die erhöh­te Gebäu­de­ab­schrei­bung

Nach dem ein­deu­ti­gen Wort­laut des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist der Abzug von Wer­bungs­kos­ten in Zusam­men­hang mit einem häus­li­chen Arbeits­zim­mer auf einen Höchst­be­trag in Höhe von 1.250 € beschränkt, wenn für die betrieb­li­che oder beruf­li­che Tätig­keit kein ande­rer Arbeits­platz zur Ver­fü­gung steht und das Arbeits­zim­mer nicht den Mit­tel­punkt der gesam­ten betrieb­li­chen und beruf­li­chen Tätig­keit bil­det.

Eine Unter­schei­dung nach der Art der für das Arbeits­zim­mer auf­ge­wand­ten Gebäu­de­kos­ten – Wohn­ne­ben­kos­ten, Abset­zun­gen für Abnut­zung, o.ä. – wird nicht vor­ge­nom­men 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 13. Novem­ber 2015 – IX B 82/​15

  1. vgl. BFH, Urteil vom 27.09.2001 – X R 92/​98, BFHE 197, 40, BSt­Bl II 2002, 51, unter II., für den Fall einer Berück­sich­ti­gung nach § 10e EStG; Schmidt/​Heinicke, EStG, 34. Aufl., § 4 Rz 598; BMF, Schrei­ben vom 02.03.2011, BSt­Bl I 2011, 195, Rz 6[]