Kei­ne außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen bei pri­va­ter Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung

Die Leis­tun­gen einer pri­va­ten Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung min­dern die steu­er­lich als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen abzugs­fä­hi­gen Pfle­ge­kos­ten.

Kei­ne außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen bei pri­va­ter Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung

In einem jetzt vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Ver­fah­ren mach­te der schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­ge Klä­ger (Pfle­ge­stu­fe III) gel­tend, dass das Pfle­ge­geld sei­ner pri­va­ten Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung nicht auf sei­ne Heim­un­ter­brin­gungs­kos­ten anzu­rech­nen sei.

Das sah das Finanz­ge­richt Köln frei­lich anders und wies sei­ne Kla­ge ab: Es bestehe, so die Köl­ner Finanz­rich­ter, ein enger Zusam­men­hang zwi­schen der Ver­si­che­rungs­leis­tung und den durch die Pfle­ge ent­ste­hen­den Auf­wen­dun­gen. Inso­weit kön­ne für eine pri­va­te Pfle­ge­zu­satz­ver­si­che­rung nichts ande­res gel­ten als für eine Kran­ken­haus­ta­ge­geld­ver­si­che­rung, für die aber der Bun­des­fi­nanz­hof bereits ent­schie­den habe, dass Zah­lun­gen aus einer Kran­ken­haus­ta­ge­geld­ver­si­che­rung die als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen absetz­ba­ren Krank­heits­kos­ten min­dern 1.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 15. Dezem­ber 2009 – 12 K 4176/​07

  1. BFH, Urteil vom 22.10.1971 – VI R 242/​69[]