Kei­ne Ent­fer­nungs­pau­scha­le für Fami­li­en­heim­flü­ge

Der Umstand, dass der Gesetz­ge­ber Flug­stre­cken nicht in die Ent­fer­nungs­pau­scha­le ein­be­zo­gen hat, begeg­net nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Mit dem Abzug der tat­säch­li­chen Flug­kos­ten wahrt der Gesetz­ge­ber das objek­ti­ve Net­to­prin­zip in beson­de­rer Wei­se und trägt fol­ge­rich­tig dem Gebot der Besteue­rung nach der finan­zi­el­len Leis­tungs­fä­hig­keit Rech­nung.

Kei­ne Ent­fer­nungs­pau­scha­le für Fami­li­en­heim­flü­ge

Soweit die Ent­fer­nungs­pau­scha­le als ent­fer­nungs­ab­hän­gi­ge Sub­ven­ti­on und damit als Len­kungs­norm wirkt, ist es gleich­heits­recht­lich nicht zu bean­stan­den, wenn der Gesetz­ge­ber aus ver­kehrs- und umwelt­po­li­ti­schen Moti­ven Flug­stre­cken nicht in die Ent­fer­nungs­pau­scha­le ein­be­zo­gen hat.

Mit dem Abzug der tat­säch­li­chen Flug­kos­ten gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 5 i.V.m. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 3 EStG ver­stößt der Gesetz­ge­ber, so der BFH, nicht wegen eines nor­ma­ti­ven Voll­zugs­de­fi­zits gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 26. März 2009 – VI R 42/​07