Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten als Wer­bungs­kos­ten 2001

Zusam­men­le­ben­de Eltern, die bei­de erwerbs­tä­tig waren, kön­nen nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Köln für das Jahr 2001 Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten "ab der ers­ten Mark" als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit abzie­hen.

Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten als Wer­bungs­kos­ten 2001

Das Finanz­ge­richt Köln stütz­te sich bei sei­ner Ent­schei­dung ins­be­son­de­re auf einen Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 16.3.2005 (2 BvL 7/​00). Danach sei­en nach dem Gebot der Steu­er­ge­rech­tig­keit erwerbs­be­ding­te Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten neben den Frei­be­trä­gen für Kin­der unab­hän­gig davon steu­er­lich zu berück­sich­ti­gen, dass die Betreu­ung von Kin­dern auch zum Pri­vat­be­reich gehö­re. Die­se Rechts­fra­ge wird von den ver­schie­de­nen Finanz­ge­rich­ten aller­dings nicht ein­heit­lich beur­teilt. Eine abschlie­ßen­de Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs in Mün­chen steht noch aus. Das FG Köln hat dem­entspre­chend die Revi­si­on zuge­las­sen.

Das Urteil ist ins­be­son­de­re auch für das Jahr 2000 von Bedeu­tung. Dort bestand in Bezug auf die steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung von Kin­dern die­sel­be Rechts­la­ge. Von 2002 bis 2005 konn­ten erwerbs­be­ding­te Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten, soweit sie 1.548 Euro je Kind über­stie­gen, bis zu einem Höchst­be­trag von 1.500 Euro als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den. Ab 2006 kön­nen die Betreu­ungs­kos­ten für Kin­der bei­der­seits erwerbs­tä­ti­ger Eltern ab dem ers­ten Euro in Höhe von zwei Drit­teln, maxi­mal 4.000 Euro, abge­zo­gen wer­den.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 1.August 2006 – 8 K 4006/​03