Kin­der­geld wäh­rend der Berufs­aus­bil­dung

In Berufs­aus­bil­dung befin­det sich, wer sein Berufs­ziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernst­haft und nach­hal­tig dar­auf vor­be­rei­tet. Die­ser Vor­be­rei­tung die­nen alle Maß­nah­men, bei denen Kennt­nis­se, Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen erwor­ben wer­den, die als Grund­la­gen für die Aus­übung des ange­streb­ten Berufs geeig­net sind 1.

Kin­der­geld wäh­rend der Berufs­aus­bil­dung

Hier­zu zäh­len auch berufs­spe­zi­fi­sche Prak­ti­ka, z.B. ein Anwalts­prak­ti­kum eines Jura­stu­den­ten 2 oder eine Volon­tär­tä­tig­keit, die aus­bil­dungs­wil­li­ge Kin­der vor Annah­me einer voll­be­zahl­ten Beschäf­ti­gung gegen gerin­ge Ent­loh­nung absol­vie­ren 3.

Vor­aus­set­zung in die­sen Fäl­len ist, dass der Aus­bil­dungs­cha­rak­ter im Vor­der­grund steht und es sich nicht ledig­lich um ein gering bezahl­tes Arbeits­ver­hält­nis han­delt 4.

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. z.B. BFH, Urtei­le vom 02.04.2009 – III R 85/​08, BFHE 224, 546, BSt­Bl II 2010, 298, unter II. 1.a, Rz 9; in BFH/​NV 2010, 1423, Rz 18[]
  2. BFH, Urteil vom 09.06.1999 – VI R 16/​99, BFHE 189, 113, BSt­Bl II 1999, 713[]
  3. BFH, Urteil vom 09.06.1999 – VI R 50/​98, BFHE 189, 98, BSt­Bl II 1999, 706[]
  4. z.B. BFH, Urteil in BFH/​NV 2010, 1423, Rz 18, m.w.N.[]