Miet­ein­künf­te aus Bau­denk­mä­lern

Auch die Reno­vie­rung und Ver­mie­tung von Bau­denk­mä­lern kann, wie der Bun­des­fi­nanz­hof nun in dem Fall einer denk­mal­ge­schütz­ten Wind­müh­le ent­schied, zu steu­er­lich rele­van­ten Ver­lus­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung füh­ren.

Miet­ein­künf­te aus Bau­denk­mä­lern

Im Rah­men der Ein­kunfts­art Ver­mie­tung und Ver­pach­tung ist die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht nicht ent­ge­gen der auf § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG beru­hen­den typi­sie­ren­den Annah­me, eine lang­fris­ti­ge Ver­mie­tung wer­de in der Regel letzt­lich zu posi­ti­ven Ein­künf­ten füh­ren, des­halb zu prü­fen, weil der Steu­er­pflich­ti­ge die Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten des Ver­mie­tungs­ob­jekts sowie anfal­len­de Schuld­zin­sen mit­tels Dar­le­hen finan­ziert, die zwar nicht getilgt, indes bei Fäl­lig­keit durch den Ein­satz von par­al­lel lau­fen­den Lebens­ver­si­che­run­gen abge­löst wer­den sol­len.

Allein die his­to­ri­sche Bau­sub­stanz eines denk­mal­ge­schütz­ten Wohn­ge­bäu­des (hier: einer alten Müh­le) schließt es nicht aus, dass die am Woh­nungs­markt erziel­ba­re Mie­te den beson­de­ren Wohn­wert ange­mes­sen wider­spie­gelt (Abgren­zung zum BFH-Urteil vom 6. Okto­ber 2004 IX R 30/​03, BFHE 208, 142, BSt­Bl II 2005, 386).

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. April 2005 IX R 10/​04