Pas­si­vie­rung von Patro­nats­er­klä­run­gen

Ver­pflich­tun­gen aus sog. har­ten Patro­nats­er­klä­run­gen sind erst zu pas­si­vie­ren, wenn die Gefahr einer Inan­spruch­nah­me ernst­haft droht. Eine Inan­spruch­nah­me aus einer kon­zern­in­ter­nen Patro­nats­er­klä­rung der Mut­ter­ge­sell­schaft für ein Toch­ter­un­ter­neh­men droht dann nicht, wenn das Schuld­ner­un­ter­neh­men zwar in der Kri­se ist, inner­halb des Kon­zerns ein Schwes­ter­un­ter­neh­men aber die erfor­der­li­che Liqui­di­tät bereit­stellt und auf­grund der gesell­schafts­recht­li­chen Ver­bun­den­heit nicht damit zu rech­nen ist, dass die­ses Schwes­ter­un­ter­neh­men Ansprü­che gegen die Mut­ter­ge­sell­schaft gel­tend machen wird.

Pas­si­vie­rung von Patro­nats­er­klä­run­gen

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Okto­ber 2006 – I R 6/​05