Poli­cen­dar­lehn und die Zin­sen aus Spar­an­tei­len

Für Zin­sen aus Spar­an­tei­len in Bei­trä­gen zu Lebens­ver­si­che­run­gen, die weni­ger als drei Jah­re lang der Siche­rung von –aus ande­ren Mit­teln zurück­ge­führ­ten– Poli­cen­dar­le­hen dien­ten, besteht, wie jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof ent­schied, kei­ne Ein­kom­men­steu­er­bar­keit.

Poli­cen­dar­lehn und die Zin­sen aus Spar­an­tei­len

Die Steu­er­frei­heit nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 Sät­ze 2 und 3 EStG i.V.m. § 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. c EStG (in der Fas­sung des StÄndG 1992) von Zin­sen aus den Spar­an­tei­len, die in den Bei­trä­gen zu Ver­si­che­run­gen auf den Erle­bens- oder Todes­fall ent­hal­ten sind, ist unge­ach­tet der Ver­wen­dung der Ver­si­che­run­gen zur Siche­rung von Poli­cen­dar­le­hen gege­ben, wenn die­se Dar­le­hen vor Ablauf von drei Jah­ren aus ande­ren Mit­teln des Steu­er­pflich­ti­gen zurück­ge­führt wur­den und damit die ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Vor­aus­set­zun­gen für einen Ein­satz der Ver­si­che­run­gen zur Til­gung nicht ein­ge­tre­ten sind.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Okto­ber 2009 – VIII R 7/​08

  1. BFH, Urteil vom 12.10.2011 – VIII R 6/​10, BFH/​NV 2012, 716[]