Pro­zess­zin­sen aufs Kin­der­geld

Zahlt die Fami­li­en­kas­se wäh­rend des Kla­ge­ver­fah­rens das begehr­te Kin­der­geld auf­grund eines außer­ge­richt­li­chen Eil­ver­fah­rens vor­läu­fig aus, beginnt die Frist für die Fest­set­zung von Pro­zess­zin­sen nicht mit Ablauf des Jah­res der Aus­zah­lung (§ 239 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AO), son­dern erst mit Ablauf des Jah­res, in dem der Anspruch auf Pro­zess­zin­sen ent­steht. Erlässt die Fami­li­en­kas­se im wei­te­ren Ver­lauf des Ver­fah­rens den bean­trag­ten Kin­der­geld­be­scheid, ent­steht der Anspruch auf Pro­zess­zin­sen zu dem Zeit­punkt, zu dem sich der Rechts­streit auf­grund der über­ein­stim­men­den Erklä­run­gen der Betei­lig­ten erle­digt (§ 236 Abs. 2 Nr. 1 AO).

Pro­zess­zin­sen aufs Kin­der­geld

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Janu­ar 2007 – III R 85/​06