Schul­geld­zah­lun­gen fü;r Pri­vat­schu­len im EU-Aus­land

Schul­geld­zah­lun­gen für Pri­vat­schu­len im EU-Aus­land sind nach einem aktu­el­len Urteil des Finanz­ge­richts Köln unab­hän­gig von ihrer Höhe als Son­der­aus­ga­ben abzugs­fä­hig.

Schul­geld­zah­lun­gen fü;r Pri­vat­schu­len im EU-Aus­land

Das FG Köln hat im Anschluss an das Schul­geld-Urteil des EuGH ent­schie­den, dass Schul­geld für Schu­len in Mit­glied­staa­ten der EU unab­hän­gig von ihrer Höhe als Son­der­aus­ga­ben abzugs­fä­hig sind. Mit sei­nem Urteil wider­spricht das FG damit der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs und der Finanz­ge­rich­te. Die­se lehn­ten den Son­der­aus­ga­ben­ab­zug bei beson­ders hohen Schul­geld­zah­lun­gen im Aus­land bis­her regel­mä­ßig mit dem Hin­weis dar­auf ab, dass ent­spre­chend hohe Schul­gel­der an inlän­di­sche Schu­len eben­falls nicht abzugs­fä­hig sei­en. Zur Begrün­dung wur­de ange­führt, dass inlän­di­sche Pri­vat­schu­len in sol­chen Fäl­len schon von Ver­fas­sung wegen kei­ne staat­li­che Geneh­mi­gung oder Aner­ken­nung erhal­ten könn­ten, weil damit eine „Son­de­rung der Schü­ler nach den Besitz­ver­hält­nis­sen der Eltern“ geför­dert wer­de. Das FG begrün­de­te sei­ne abwei­chen­de Ent­schei­dung damit, dass die­ses „Son­de­rungs­ver­bot“ in der Aner­ken­nungs­pra­xis der Bun­des­län­der nicht Ernst genom­men wer­de. So gebe es bei­spiels­wei­se staat­lich aner­kann­te Ersatz­schu­len mit einem Schul­geld bis zu 30.000 Euro jähr­lich.

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig, das FG hat die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof in München zuge­las­sen.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 14. Febru­ar 2008 – 10 K 7404/​01