Spen­den von Ehe­gat­ten

Spen­den kön­nen bei der jähr­li­chen Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung in Abzug gebracht wer­den, aller­dings nur im Rah­men bestimm­ter Höchst­be­trä­ge.

Spen­den von Ehe­gat­ten

Aus­ga­ben zur För­de­rung mild­tä­ti­ger, kirch­li­cher, reli­giö­ser, wis­sen­schaft­li­cher und der als beson­ders för­de­rungs­wür­dig aner­kann­ten gemein­nüt­zi­gen Zwe­cke sind nach § 10b Abs. 1 Satz 1 EStG bis zur Höhe von ins­ge­samt 5 vom Hun­dert des Gesamt­be­tra­ges der Ein­künf­te oder 2 vom Tau­send der Sum­me der gesam­ten Umsät­ze und der im Kalen­der­jahr auf­ge­wen­de­ten Löh­ne und Gehäl­ter als Son­der­aus­ga­ben abzugs­fä­hig. Nach § 10b Abs. 1 Satz 2 EStG erhöht sich für wis­sen­schaft­li­che, mild­tä­ti­ge und als beson­ders för­de­rungs­wür­dig aner­kann­te kul­tu­rel­le Zwe­cke der Vom­hun­dert­satz von 5 um wei­te­re 5 vom Hun­dert. Zuwen­dun­gen an Stif­tun­gen des öffent­li­chen Rechts und an nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Kör­per­schaft­steu­er­ge­set­zes befrei­te Stif­tun­gen des pri­va­ten Rechts zur För­de­rung steu­er­be­güns­tig­ter Zwe­cke i.S. der §§ 52 bis 54 der Abga­ben­ord­nung (AO 1977) mit Aus­nah­me der Zwe­cke, die nach § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO 1977 gemein­nüt­zig sind, sind gemäß § 10b Abs. 1 Satz 3 EStG dar­über hin­aus bis zur Höhe von 20.450 ? abzieh­bar. Dane­ben sieht § 10b Abs. 2 Satz 1 EStG für den Bereich der Zuwen­dun­gen an poli­ti­sche Par­tei­en aus­drück­lich eine Ver­dop­pe­lung des steu­er­lich abzugs­fä­hi­gen Höchst­be­tra­ges im Fal­le der Zusam­men­ver­an­la­gung von Ehe­gat­ten vor.

Hier­zu hat der Bun­des­fi­nanz­hof nun aller­dings ent­schie­den, daß die­ser zusätz­li­che Abzugs­höchst­be­trag des § 10b Abs. 1 Satz 3 EStG in Höhe von 20.450 ? bei zusam­men ver­an­lag­ten Ehe­gat­ten jedem Ehe­gat­ten ein­zeln zusteht, sich bei Ehe­gat­ten also ver­dop­pelt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 3. August 2005 – XI R 76/​03