Spen­den­ab­zug bei Pro­mi­quiz-Gewin­nen

Gewin­ne aus Fern­seh­quiz­shows, die vom Fern­seh­sen­der ver­ein­ba­rungs­ge­mäß unmit­tel­bar an eine vom Quiz­teil­neh­mer benann­te gemein­nüt­zi­ge Ein­rich­tung über­wie­sen wer­den, sind nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Köln bei der Ein­kom­men­steu­er­ver­an­la­gung des Teil­neh­mers nicht als Spen­de absetz­bar. Der Klä­ger, ein Fern­seh­schau­spie­ler, nahm im Jahr 2002 mehr­fach an Fern­seh­quiz­sen­dun­gen teil. Er hat­te sich jeweils vor der Sen­dung ver­trag­lich damit ein­ver­stan­den erklärt, dass der von ihm erspiel­te Quiz­ge­winn in sei­nem Namen an eine von ihm benann­te gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on gestif­tet wird. Die Spen­den­emp­fän­ger stell­ten nach Erhalt der Gel­der Zuwen­dungs­be­stä­ti­gun­gen auf den Klä­ger aus.

Spen­den­ab­zug bei Pro­mi­quiz-Gewin­nen

Das FG ver­sag­te, wie zuvor bereits das Finanz­amt, den vom Klä­ger gel­tend gemach­ten steu­er­li­chen Spen­den­ab­zug, weil die frag­li­chen Beträ­ge nicht bei ihm, son­dern bei dem Fern­seh­sen­der abge­flos­sen waren und der Klä­ger kei­ne eige­ne Ver­fü­gungs­be­rech­ti­gung über den Spiel­ge­winn erlangt hat­te. Gegen das Urteil ist die Revi­si­on beim Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung zuge­las­sen.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 12. Dezem­ber 2006 – 9 K 4243/​06