Steueränderungen2006

Ein gan­zes Paket steu­er­li­cher Ände­run­gen wird am 1. Janu­ar in Kraft tre­ten. Die wich­tigs­ten Ände­run­gen im Bereich der Ein­kom­men­steu­er:

Steueränderungen2006

Die Steu­er­be­frei­ung für Abfin­dun­gen wegen einer vom Arbeit­ge­ber ver­an­lass­ten oder gericht­lich aus­ge­spro­che­nen Auf­lö­sung des Dienst­ver­hält­nis­ses wird auf­ge­ho­ben. Die Abfin­dungs­zah­lun­gen sol­len künf­tig in vol­lem Umfang als steu­er­pflich­ti­ger Arbeits­lohn gel­ten.

Aus Grün­den des Ver­trau­ens­schut­zes sieht eine Über­gangs­re­ge­lung vor, dass das noch gel­ten­de Recht für die vor dem 1. Janu­ar 2006 ent­stan­de­nen Ansprü­che auf Abfin­dun­gen wei­ter gilt, wenn dem Arbeit­neh­mer die Abfin­dungs­zah­lung vor dem 1. Janu­ar 2008 zufließt.

Das gel­ten­de Recht gilt auch dann fort, wenn eine Kün­di­gungs­schutz­kla­ge vor dem 1. Janu­ar 2006 erho­ben wur­de. Die Kla­ge muss noch nicht bis zum 31. Dezem­ber 2005 ent­schie­den sein. Vor­aus­set­zung ist aber auch hier, dass eine auf­grund der Kla­ge zu zah­len­de Abfin­dung vor dem 1. Janu­ar 2008 zufließt.

Eben­so ent­fällt die Steu­er­frei­heit für Über­gangs­gel­der und Über­gangs­bei­hil­fen auf Grund gesetz­li­cher Vor­schrif­ten, bei­spiels­wei­se nach dem Beam­ten- oder Sol­da­ten­ver­sor­gungs­ge­setz. Die beschrie­be­ne Über­gangs­re­ge­lung wird auch hier ange­wen­det.

Son­der­re­ge­lun­gen gibt es für Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten auf Zeit: Die begrenz­te Steu­er­frei­heit gilt wei­ter, wenn das Dienst­ver­hält­nis vor dem 1. Janu­ar 2006 begrün­det wur­de und die Über­gangs­hil­fen wegen Ent­las­sung aus dem Dienst­ver­hält­nis vor dem 1. Janu­ar 2009 gezahlt wer­den.

Wei­ter gilt bei außer­or­dent­li­chen Ein­künf­ten wie Abfin­dun­gen und Über­gangs­gel­dern die so genann­te Fünf­te­lungs­re­ge­lung: Für die Berech­nung der Steu­er wird die Zah­lung über einen Zeit­raum von fünf Jah­ren ver­teilt und damit eine nach­tei­li­ge Pro­gres­si­ons­wir­kung der Ein­mal­zah­lung ver­mie­den.

Für Arbeit­neh­mer erfällt der bis­he­ri­ge Steu­er­frei­be­trag für Zah­lun­gen des Arbeit­ge­bers aus Anlass einer Hei­rat oder der Geburt eines Kin­des in Höhe von jeweils 315 Euro.

Die degres­si­ve Abschrei­bung für Miet­woh­nungs­neu­bau wird zurück­ge­führt. Der Abschrei­bungs­satz wird ein­heit­lich auf zwei Pro­zent für den Abschrei­bungs­zeit­raum von 50 Jah­ren fest­ge­legt. Es han­delt sich um eine nicht mehr zeit­ge­mä­ße Steu­er­sub­ven­ti­on, da die Wohn­raum­ver­sor­gung in Deutsch­land inzwi­schen über dem eigent­li­chen Bedarf liegt.

Die der­zei­ti­ge Rege­lung zur Abzieh­bar­keit von Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten als Son­der­aus­ga­ben wird auf­ge­ho­ben. Aber Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten, die Betriebs­aus­ga­ben oder Wer­bungs­kos­ten dar­stel­len, kön­nen wei­ter­hin gel­tend gemacht wer­den.