Steu­er­li­che Behand­lung von Pfle­ge­fa­mi­li­en

Geld­leis­tun­gen für die Betreu­ung von Kin­dern in Voll­zeit­pfle­ge sind auch zukünf­tig von der Ein­kom­men­steu­er frei­ge­stellt. Erst wenn mehr als sechs Kin­der (frü­her: fünf Kin­der) im Haus­halt auf­ge­nom­men wer­den, wird von einer steu­er­pflich­ti­gen Erwerbs­tä­tig­keit aus­ge­gan­gen und zwar unab­hän­gig von der Höhe des erhal­te­nen Pfle­ge­gel­des.

Steu­er­li­che Behand­lung von Pfle­ge­fa­mi­li­en

Unter­halb die­ser Sechs-Kin­der-Gren­ze sind Pfle­ge­fa­mi­li­en nicht als Unter­neh­mer anzu­se­hen und dass die ihnen für die Auf­nah­me von Pfle­ge­kin­dern gezahl­ten Gel­der als steu­er­freie Bei­hil­fen zu behan­deln.

Auf Initia­ti­ve der Bun­des­län­der war im Früh­jahr eine Ver­wal­tungs­an­wei­sung beschlos­sen wor­den, nach der ab 2008 von einer steu­er­pflich­ti­gen Erwerbs­tä­tig­keit aus­ge­gan­gen wer­den soll­te, sofern die im Pfle­ge­geld ent­hal­te­nen Erzie­hungs­bei­trä­ge pro Jahr und Pfle­ge­haus­halt ins­ge­samt 24.000 Euro über­stei­gen. Die­se Rege­lung wur­de nun­mehr auf Initia­ti­ve des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums noch­mals geän­dert. Mit der nun gefun­den Rege­lung (Abgren­zung nach der Anzahl der auf­ge­nom­me­nen Kin­der) wird nicht mehr an die Höhe der Pfle­ge­gel­der ange­knüpft. Die "Sechs Kin­der-Gren­ze" wird fak­tisch zur gene­rel­len Steu­er­frei­heit füh­ren, da die Auf­nah­me von mehr als sechs Pfle­ge­kin­dern wohl eine abso­lu­te Aus­nah­me dar­stellt.