Steu­ern durch Immo­bi­li­en spa­ren – Tipps und Tricks

Wer in Deutsch­land Immo­bi­li­en besitzt, der muss ver­schie­de­ne Abga­ben und Steu­ern bezah­len. Doch als Immo­bi­li­en­be­sit­zer muss man nicht nur Steu­ern zah­len, man kann durch Immo­bi­li­en auch Steu­ern spa­ren.

Steu­ern durch Immo­bi­li­en spa­ren – Tipps und Tricks

Mit der Immo­bi­lie als Kapi­tal­an­la­ge Steu­ern spa­ren[↑]

Sowohl der Erwerb einer Immo­bi­lie als auch lau­fen­de Aus­ga­ben, die bei der Ver­mie­tung anfal­len, kön­nen steu­er­lich abge­setzt wer­den. So kön­nen Sie den Kauf­preis, die Bau­kos­ten, Abstands­zah­lun­gen für eine Innen­ein­rich­tung, Repa­ra­tur­kos­ten, die Gar­ten­pfle­ge sowie Wer­bungs­kos­ten von der Steu­er abset­zen. Sogar die Zin­sen, die bei einer Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung anfal­len, zäh­len zu den Wer­bungs­kos­ten. Haben Sie bei­spiels­wei­se eine Immo­bi­lie erwor­ben, die vor dem Jahr 1924 errich­tet wur­de, dann kön­nen Sie jähr­lich 2,5 % des Brut­to­kauf­prei­ses steu­er­lich gel­tend machen. Bei Immo­bi­li­en, die nach dem Jahr 1924 errich­tet wur­den, sind es immer­hin auch noch 2 % des Gesamt­prei­ses, die Sie jedes Jahr abschrei­ben kön­nen. Haben Sie eine Immo­bi­lie erwor­ben, die unter Denk­mal­schutz steht, dann kön­nen Sie über einen Zeit­raum von 8 Jah­ren jähr­lich 9 % der Moder­ni­sie­rungs­kos­ten von der Steu­er abset­zen. Anschlie­ßend kön­nen Sie noch ein­mal für 4 Jah­re rund 7 % der Moder­ni­sie­rungs­kos­ten abset­zen. Tre­ten Sie als Ver­mie­ter einer Immo­bi­lie auf und haben Sie dafür ein sepa­ra­tes Kon­to ange­legt, dann kön­nen Sie auch die Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren von der Steu­er abset­zen. Als Immo­bi­li­en­be­sit­zer muss man jedes Jahr Grund­steu­er ent­rich­ten. Die­se Aus­ga­ben für die Grund­steu­er kön­nen Sie aller­dings als Wer­bungs­kos­ten in der Steu­er­erklä­rung ange­ben und somit wie­der Steu­ern spa­ren. Neben­kos­ten, die ein Mie­ter an den Haus­be­sit­zer zahlt, zäh­len zu den Ein­künf­ten, kön­nen aber in der Steu­er­erklä­rung eben­so als Wer­bungs­kos­ten ver­merkt wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu gibt es auch auf Zinsland.de.

Lau­fen­de Kos­ten der Immo­bi­li­en­ver­mie­tung von der Steu­er abset­zen[↑]

Ver­mie­ter kön­nen außer­dem die Kos­ten für Schreib­wa­ren, Tele­fon, Soft­ware und Por­to, die in Ver­bin­dung mit der Immo­bi­li­en­ver­mie­tung auf­tre­ten steu­er­lich abset­zen. Auch, wenn Fahrt­kos­ten im Rah­men der Ver­mie­tung einer Immo­bi­lie anfal­len, kön­nen Sie die­se als Rei­se­kos­ten in der Steu­er­erklä­rung gel­tend machen. Fal­len Bewir­tungs­kos­ten bei Tref­fen mit Mie­tern an, dann kön­nen Sie 70 % der Bewir­tungs­kos­ten von der Steu­er abset­zen. Sind Sie als Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer Mit­glied in einem Ver­mie­ter­ver­band, kön­nen Sie die Mit­glieds­bei­trä­ge auch in der Steu­er­erklä­rung ange­ben. Hand­wer­ker­kos­ten kön­nen eben­falls abge­setzt wer­den. Ver­mie­ten Sie eine Immo­bi­lie an einen Ver­wand­ten kön­nen Sie dop­pelt pro­fi­tie­ren. Doch eine nied­ri­ge Mie­te kön­nen Sie die Ein­künf­te, die ver­steu­ert wer­den müs­sen, her­ab­sen­ken. Beträgt die Mie­te aller­dings min­des­tens 75 % des ört­li­chen Miet­spie­gels, dann kön­nen Sie die Aus­ga­ben auch wie­der bei der Steu­er­erklä­rung gel­tend machen. Auch Reno­vie­rungs­kos­ten und Mak­ler­ge­büh­ren kann ein Ver­mie­ter abset­zen, um Steu­ern zu spa­ren. Des Wei­te­ren kön­nen auch Kos­ten für die Bewer­bung von Miet­im­mo­bi­li­en sowie Anwalts­ge­büh­ren oder Gerichts­kos­ten, die bei Strei­tig­kei­ten mit einem Mie­ter anfal­len kön­nen, wie­der­um in der Steu­er­erklä­rung berück­sich­tigt wer­den. Ver­mie­ten Sie ein Haus oder eine Woh­nung möbliert, dann kön­nen Sie auch die Möbel und das Inven­tar von Steu­er abset­zen.

Steu­ern spa­ren als Eigen­heim­be­sit­zer[↑]

Haben Sie das Eigen­heim finan­ziert, kön­nen Sie die Til­gungs­leis­tun­gen von der Steu­er abset­zen. Außer­dem kön­nen Sie Hand­wer­ker­kos­ten und haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen wie die Gar­ten­pfle­ge oder Kos­ten für das Put­zen in der Steu­er­klä­rung erfas­sen. Steht Ihr Eigen­heim unter Denk­mal­schutz kön­nen Sie Son­der­ab­schrei­bun­gen für die Instand­hal­tung bei der Steu­er­erklä­rung vor­neh­men. Dies sind auch hier 9 % der Moder­ni­sie­rungs­kos­ten in den ers­ten 8 Jah­ren und in den fol­gen­den 4 Jah­ren noch ein­mal 7 % der Kos­ten für die Moder­ni­sie­rung. Außer­dem kön­nen Sie Abnut­zungs­er­schei­nun­gen über rund 50 Jah­re mit 2 % pro Jahr von der Steu­er abset­zen.