Steu­er­schäd­li­che Ver­wen­dung von Lebens­ver­si­che­run­gen

Die Bei­trä­ge für eine Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung, die vor 2005 abge­schlos­sen wur­den, sind im Regel­fall als Son­der­aus­ga­ben bei der Ein­kom­men­steu­er­ver­an­la­gung zu berück­sich­ti­gen. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Lebens­ver­si­che­rung zur Til­gung oder Siche­rung eines Dar­lehns dient, des­sen Finan­zie­rungs­kos­ten Betriebs­aus­ga­ben oder Wer­bungs­kos­ten sind, es sei denn, die zur Siche­rung oder Til­gung ein­ge­setz­ten Ansprü­che aus dem Ver­si­che­rungs­ver­trag über­stei­gen – neben ande­ren Vor­aus­set­zun­gen – nicht die finan­zier­ten Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten.

Steu­er­schäd­li­che Ver­wen­dung von Lebens­ver­si­che­run­gen

Hier­zu hat der Bun­des­fi­nanz­hof nur ent­schie­den, dass für die Fra­ge der Steu­er­schäd­lich­keit wegen Über­si­che­rung nicht auf den Rück­kaufs­wert einer Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung abzu­stel­len ist, son­dern auf die in den Anzei­gen des finan­zie­ren­den Kre­dit­in­sti­tuts nach § 29 Abs. 1 ESt­DV “ein­ge­setz­ten Ver­si­che­rungs­an­sprü­che”, d.h. auf den Nomi­nal­be­trag der Ver­si­che­rung.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 12. Sep­tem­ber 2007 – VIII R 12/​07

  1. BFH, Urteil vom 12.10.2011 – VIII R 6/​10, BFH/​NV 2012, 716[]