Steu­er­stun­dungs­mo­dell – und die erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen

Die geson­der­te Fest­stel­lung des § 15b Abs. 4 Satz 1 EStG erfor­dert auch bei Ein­zel­in­ves­ti­tio­nen die Fest­stel­lung, dass die hin­rei­chend bezeich­ne­te Ein­kunfts­quel­le als Steu­er­stun­dungs­mo­dell i.S. von § 15b Abs. 2, § 20 Abs. 2b EStG zu qua­li­fi­zie­ren ist, die Höhe des nicht aus­gleichs­fä­hi­gen Ver­lus­tes des Ver­lust­ent­ste­hungs­jah­res und den zum Ende eines Ver­an­la­gungs­zeit­raums ermit­tel­ten ver­re­chen­ba­ren Ver­lust.

Steu­er­stun­dungs­mo­dell – und die erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen

Die Ent­schei­dung über den gemäß § 15b Abs. 1 EStG nicht aus­gleichs­fä­hi­gen Ver­lust für das Streit­jahr hat im Rah­men eines Fest­stel­lungs­be­schei­des gemäß § 15b Abs. 4 Satz 1 EStG zu erfol­gen. Hier­bei han­delt es sich um eine geson­der­te Fest­stel­lung i.S. der §§ 179 ff. AO.

Die­se erfasst grund­sätz­lich auch Inves­ti­tio­nen von Ein­zel­per­so­nen, soweit das Finanz­amt annimmt, dass es sich um ein Steu­er­stun­dungs­mo­dell i.S. des § 20 Abs. 2b i.V.m. § 15b EStG han­delt.

Die geson­der­te Fest­stel­lung des § 15b Abs. 4 Satz 1 EStG erfor­dert auch bei Ein­zel­in­ves­ti­tio­nen die Fest­stel­lung, dass die hin­rei­chend bezeich­ne­te Ein­kunfts­quel­le als Steu­er­stun­dungs­mo­dell i.S. von § 15b Abs. 2, § 20 Abs. 2b EStG zu qua­li­fi­zie­ren ist, die Höhe des nicht aus­gleichs­fä­hi­gen Ver­lus­tes des Ver­lust­ent­ste­hungs­jah­res und den zum Ende eines Ver­an­la­gungs­zeit­raums ermit­tel­ten ver­re­chen­ba­ren Ver­lust 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. Juni 2017 – VIII R 46/​14

  1. BFH, Urteil vom 11.11.2015 – VIII R 74/​13, BFHE 252, 364, BSt­Bl II 2016, 388[]