Unter­halts­zah­lun­gen in die Tür­kei

Erwach­sen einem Steu­er­pflich­ti­gen Auf­wen­dun­gen für den Unter­halt einer ihm oder sei­nem Ehe­gat­ten gegen­über nach inlän­di­schen Maß­stä­ben gesetz­lich unter­halts­be­rech­tig­ten Per­son, für die weder der Steu­er­pflich­ti­ge noch eine ande­re Per­son Anspruch auf Kin­der­geld hat und die kein oder nur ein gerin­ges Ver­mö­gen besitzt, so kön­nen die­se Unter­halts­auf­wen­dun­gen gemäß § 33a Abs. 1 EStG bis zu dem in die­ser Vor­schrift bestimm­ten Höchst­be­trag als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen berück­sich­tigt wer­den. Die­se Steu­er­ver­güns­ti­gung kann aber nur in Anspruch genom­men wer­den, wenn ihre Vor­aus­set­zun­gen nach­ge­wie­sen wer­den, wobei der Steu­er­pflich­ti­ge die objek­ti­ve Beweis­last (Fest­stel­lungs­last) trägt.

Unter­halts­zah­lun­gen in die Tür­kei

Ein Abzug von Unter­halts­zah­lun­gen an in der Tür­kei leben­de Ange­hö­ri­ge schei­det aus, wenn deren Unter­halts­be­dürf­tig­keit nicht nach­ge­wie­sen wur­de.

Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 27. Mai 2009 – 12 K 4495/​08 E