Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlag­ge­set­zes 1995

Macht ein Steu­er­pflich­ti­ger im Ein­spruchs­ver­fah­ren gel­tend, dass Soli­da­ri­täts­zu­schlag­ge­setz 1995 sei ver­fas­sungs­wid­rig, so galt bis­her nach einem BMF-Schrei­ben vom 14. Mai 2008 (BSt­Bl I S. 587), dass wegen die­ser Fra­ge ein Ruhen­las­sen außer­ge­richt­li­cher Rechts­be­helfs­ver­fah­ren nicht mehr in Betracht kommt.

Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlag­ge­set­zes 1995

Die­se Ein­schät­zung der Finanz­ver­wal­tung ändert sich gera­de. So hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen in einem neu­en Schrei­ben die­se Anwei­sung nun­mehr auf­ge­ho­ben und es den ein­zel­nen Bun­des­län­dern frei­ge­stellt, ob in dem jewei­li­gen Bun­des­land Ein­spruchs­ver­fah­ren, in denen die angeb­li­che Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlag­ge­set­zes 1995 gel­tend gemacht wird, nach § 363 Abs. 2 Satz 1 AO ruhen kön­nen oder nicht.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 4. Febur­ar 2009 – IV A 3 – S 0625/​08/​10007 (2009/​0057664)