Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung kei­ne Wer­bungs­kos­ten

Wur­de ver­mie­te­tes Grund­ei­gen­tum durch ein Dar­lehns finan­ziert, sind die gezahl­ten Dar­lehns­zin­sen regel­mä­ßig Wer­bungs­kos­ten bei den mit dem Grund­stück erziel­ten Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung. Dies gilt nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des BFH jedoch nicht für die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung, die bei einer Ablö­sung des Dar­lehns (etwa bei einem Ver­kauf des Grund­stücks) zu zah­len ist.

Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung kei­ne Wer­bungs­kos­ten

Durch die Ver­pflich­tung zur las­ten­frei­en Ver­äu­ße­rung von Grund­be­sitz ver­an­lass­te Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gun­gen sind auch dann – als Ver­äu­ße­rungs­kos­ten – dem Vor­gang der Ver­äu­ße­rung zuzu­rech­nen, wenn der hier­bei erziel­te Ver­äu­ße­rungs­ge­winn nicht steu­er­bar ist. Die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gun­gen kön­nen des­halb auch nicht als Wer­bungs­kos­ten im Zusam­men­hang mit den aus dem Ver­äu­ße­rungs­er­lös finan­zier­ten (neu­en) Ein­kunfts­quel­len (hier: Kapi­tal­an­la­gen nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG) berück­sich­tigt wer­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 6. Dezem­ber 2005 – VIII R 34/​04