Vor­sor­ge mit denk­mal­ge­schütz­ter Immo­bi­lie

Im Bun­des­tag ist am 4. Juli 2015 eine Reform der Lebens­ver­si­che­run­gen beschlos­sen wor­den. Damit sol­len die auf­grund der Nied­rig­zin­sen geplag­ten Lebens­ver­si­che­run­gen gestützt wer­den. Das „Gesetz zur Absi­che­rung sta­bi­ler und fai­rer Leis­tun­gen für Lebens­ver­si­cher­te“ (Lebens­ver­si­che­rungs­re­form­ge­setz, LVRG) hat für den Ver­brau­cher inso­weit Aus­wir­kun­gen, als dass u.a. der Garan­tie­zins gesenkt wird.

Vor­sor­ge mit denk­mal­ge­schütz­ter Immo­bi­lie

Mit Beginn des Jah­res 2015 soll der Garan­tie­zins bei Lebens­ver­si­che­run­gen von 1,75 % auf 1,25 % sin­ken. Das gilt aller­dings nur für neu geschlos­se­ne Ver­trä­ge. Ver­brau­cher, die ihren Ver­trag in Kür­ze kün­di­gen wol­len oder deren Ver­trag aus­läuft, wer­den dage­gen bei fest­ver­zins­li­chen Wert­pa­pie­ren nicht mehr bis zur Hälf­te an den Bewer­tungs­re­ser­ven betei­ligt. Damit wird sich für den Ver­brau­cher der Abschluss einer Lebens­ver­si­che­rung als Vor­sor­ge und Kapi­tal­an­la­ge nicht mehr beson­ders loh­nen.

Die man­geln­de Attrak­ti­vi­tät und das Bedürf­nis nach einer Vor­sor­ge fürs Alter zwin­gen den Ver­brau­cher, sich nach alter­na­ti­ven Mög­lich­kei­ten umzu­se­hen. Eine loh­nens­wer­te Alter­na­ti­ve zur Ver­mö­gens­si­che­rung kann der Kauf einer denk­mal­ge­schütz­ten Immo­bi­lie sein. Sowohl zur Eigen­nut­zung und Anla­ge für die Alters­vor­sor­ge als auch zur Ver­mie­tung locken denk­mal­ge­schütz­te Immo­bi­li­en mit nicht zu unter­schät­zen­den Steu­er­vor­tei­len:

Wer sich dazu ent­schlos­sen hat, in eine Denk­mal­schutz-Immo­bi­lie zu inves­tie­ren, hat einer der sichers­ten Anla­ge­for­men den Vor­zug gege­ben. Vom Staat wird der Erwerb und Erhalt eines Denk­mals steu­er­lich geför­dert. So kön­nen die Kos­ten für Sanie­rungs­maß­nah­men des Gebäu­des durch des­sen Cha­rak­te­ri­sie­rung als Denk­mal von der Steu­er als Abschrei­bung für Abnut­zung (AfA) abge­setzt wer­den. Die Höhe der Abschrei­bung hängt davon ab, ob der Käu­fer das Gebäu­de selbst bewohnt oder als Kapi­tal­an­la­ge erwor­ben hat. Wird die Immo­bi­lie selbst genutzt, sind über einen Zeit­raum von 10 Jah­ren 90 % der Sanie­rungs­aus­ga­ben bei der Ein­kom­mens­steu­er abzu­set­zen. Dage­gen liegt die Abschrei­bungs­mög­lich­keit (über einen Zeit­raum von 12 Jah­ren) bei einem Kapi­tal­an­le­ger bei 100 %.

Vorraus­set­zung für die steu­er­li­che För­de­rung einer Denk­mal­sa­nie­rung ist zuerst ein­mal die behörd­li­che Aner­ken­nung der Immo­bi­lie als Denk­mal. Steht bei­spiels­wei­se nicht das gesam­te Gebäu­de, son­dern ledig­lich ein bestimm­ter Teil (wie z.B. die Fas­sa­de) unter Denk­mal­schutz, könnn auch nur die Sanie­rungs­kos­ten, die für die­sen Teil auf­ge­wandt wor­den sind, von der Steu­er abge­setzt wer­den. Außer­dem ist zu beach­ten, dass die vor­ge­nom­me­nen Maß­nah­men den Richt­li­ni­en des Denk­mal­schut­zes ent­spre­chen, da ansons­ten der Denk­mal­sta­tus weg­fal­len kann – und damit auch kei­ne Steu­er­vor­tei­le in Anspruch genom­men wer­den kön­nen.

Dar­über hin­aus muss der Erwer­ber einer denk­mal­ge­schütz­ten Immo­bi­lie vor Beginn der Sanie­rungs­ar­bei­ten nicht nur die bau­recht­li­che Geneh­mi­gung son­dern auch die erfor­der­li­che steu­er­li­che Beschei­ni­gung aus­stel­len zu las­sen.

Die steu­er­lich gel­tend zu machen­den Sanie­rungs­kos­ten ver­min­dern sich, wenn die denk­mal­ge­schütz­te Immo­bi­lie nicht vor Beginn der Arbei­ten, son­dern spä­ter erwor­ben wor­den ist. Berück­sich­tigt der Käu­fer einer der­ar­ti­gen Immo­bi­lie die­se Beson­der­hei­ten, stellt die­se Inves­ti­ti­on eine loh­nens­wer­te Wert­an­la­ge dar.