Vor­zei­ti­ge Kin­der­geld­auf­he­bung

Voll­endet das arbeits­lo­se Kind wäh­rend des lau­fen­den Kalen­der­jah­res das 21. Lebens­jahr, so dass es nicht mehr nach § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStG als Kind zu berück­sich­ti­gen ist, und über­schrei­ten sei­ne bis dahin zuge­flos­se­nen Ein­künf­te und Bezü­ge den maß­ge­ben­den antei­li­gen Jah­res­grenz­be­trag, ist die Fami­li­en­kas­se nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs gemäß § 70 Abs. 4 EStG berech­tigt, die Fest­set­zung des Kin­der­gel­des vor Ablauf des Kalen­der­jah­res auf­zu­he­ben, wenn in den ver­blei­ben­den Mona­ten des Kalen­der­jah­res offen­kun­dig auch nicht die Vor­aus­set­zun­gen des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG für die Berück­sich­ti­gung als Kind vor­lie­gen.

Vor­zei­ti­ge Kin­der­geld­auf­he­bung

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. Dezem­ber 2005 III R 82/​04