Wer­bungs­kos­ten bei Per­so­nal­rats­wahl

Die Auf­wen­dun­gen für Wer­be­ge­schen­ke, die einem Kan­di­dat für sei­ne Wahl in den Per­so­nal­rat einer Behör­de ent­ste­hen, sind, so das Finanz­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg in einem jetzt ver­öf­fent­lich­tem Urteil, als Wer­bungs­kos­ten steu­er­lich berück­sich­ti­gungs­fä­hig. Damit gab das FG einem Vor­stands­mit­glied einer Bezirks­grup­pe der Deut­schen Steu­er-Gewerk­schaft recht, das zur Vor­be­rei­tung sei­ner Wahl in den Per­so­nal­rat Wer­be­ge­schen­ke wie z.B. Schlüs­sel­an­hän­ger und Taschen­ka­len­der im Wert von etwa ? 500 ver­teilt hat­te. Das Finanz­amt hat­te die Auf­wen­dun­gen als sol­che für ?Gewerk­schafts­pro­pa­gan­da­ma­te­ri­al? ange­se­hen und den Abzug ver­sagt. Die­ser Ein­schät­zung folg­te das Finanz­ge­richt nicht. Die Rich­ter wei­sen viel­mehr dar­auf hin, dass die ehren­amt­li­chen Tätig­kei­ten sowohl für eine Gewerk­schaft als auch als Mit­glied in einem Per­so­nal­rat der Siche­rung und Ver­bes­se­rung des eige­nen Berufs­be­reichs dien­ten und daher in einem engen Zusam­men­hang mit der Berufs­tä­tig­keit des Klä­gers stün­den. Eine pri­va­te Mit­ver­an­las­sung bei der Ver­tei­lung der Wer­be­ge­schen­ke ver­nein­ten die Rich­ter.

Wer­bungs­kos­ten bei Per­so­nal­rats­wahl

Finanz­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 28. März 2007 -7 K 9184/​06 B (rechts­kräf­tig)