zumut­ba­re Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten?

Die gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur ein­kom­men­steu­er­li­chen Behand­lung von Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten haben der Prü­fung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts nicht stand­ge­hal­ten.

zumut­ba­re Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten?

Das BVerfG hat­te über die gesetz­li­che Rege­lung für die Ver­an­la­gungs­zeit­räu­me 1997 bis 1999 zu ent­schei­den, in denen das EStG bei den erwerbs­be­ding­ten Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten eine Kür­zung um die zumut­ba­re Belas­tung vor­sah. Die­se Kür­zungs­vor­schrift des § 33c Abs. 1 Satz 1 EStG ist nach Ansicht des BVerfG ver­fas­sungs­wid­rig und damit nich­tig, so daß die in den Jah­ren 1997 bis 1999 ange­fal­le­nen erwerbs­be­ding­ten Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten im Rah­men der Höchst­be­trä­ge des § 33c Abs. 3 Sät­ze 1 und 2 EStG a. F. in allen noch offe­nen Fäl­len unge­min­dert abzieh­bar sind.

Für die spä­te­ren Ver­an­la­gungs­zeit­räu­me nach 1999 gel­ten ande­re Rege­lun­gen: 2000 und 2001 sah § 32 Abs. 6 EStG i. d. F. des Fami­li­en­för­de­rungs­ge­set­zes einen neu nein­ge­führ­te Betreu­ungs­frei­be­trag vor, seit 2002 gilt ein neu­er § 33c EStG. Hier­nach sind die erwerbs­be­ding­ten Kin­der­be­treu­ungs­kos­ten wie­der im Rah­men bestimm­ter Höchst­be­trä­ge abzieh­bar, aller­dings wer­den die Kos­ten zuvor um einen Min­dest­be­trag gekürzt.