Ein­kom­men­steu­er­schul­den – Insol­venz­for­de­rung oder Mas­se­ver­bind­lich­keit

Die Zuord­nung der aus Gewinn­an­tei­len an einer Mit­un­ter­neh­mer­schaft resul­tie­ren­den Ein­kom­men­steu­er­schuld zu den insol­venz­recht­li­chen For­de­rungs­ka­te­go­ri­en (Insol­venz­for­de­rung, Mas­se­ver­bind­lich­keit, insol­venz­frei­es Ver­mö­gen) betrifft die Ein­kom­men­steu­er­fest­set­zung; hier­über ist des­halb nicht im Gewinn­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zu ent­schei­den 1.

Ein­kom­men­steu­er­schul­den – Insol­venz­for­de­rung oder Mas­se­ver­bind­lich­keit

Inso­weit ist uner­heb­lich, ob der Insol­venz­ver­wal­ter die dem Insol­venz­schuld­ner zuge­rech­ne­ten Gewinn­an­tei­le zur Mas­se zie­hen konn­te. Im Ein­klang mit der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs 2 kommt es hier­auf (nicht mehr) an 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 1. Juni 2016 – X R 26/​14

  1. Anschluss an BFH, Urteil vom 16.07.2015 – III R 32/​13, BFHE 251, 102, BSt­Bl II 2016, 251[]
  2. BFH, Urteil vom 16.05.2013 – IV R 23/​11, BFHE 241, 233, BSt­Bl II 2013, 759[]
  3. so schon BFH, Urteil in BFH/​NV 2015, 988[]