Dau­er­schul­den und Rah­men­kre­di­te

Im Bereich der Gewer­be­steu­er ist immer wie­der strei­tig, inwie­weit Dar­lehn als Dau­er­schul­den anzu­se­hen sind und die hier­für getä­tig­ten (Zins-)Auf­wen­dun­gen daher nicht beim Gewer­be­er­trag in Abzug gebracht wer­den dür­fen.

Dau­er­schul­den und Rah­men­kre­di­te

Für den Fall eines immer Wie­der mit neu­en Dar­lehn in Anspruch genom­me­nen Rah­men­kre­dit­ver­tra­ges hat die­se Fra­ge jetzt der BFH geklärt: Wird auf­grund eines Rah­men­kre­dit­ver­tra­ges und einer hier­für abge­ge­be­nen Garan­tie­er­klä­rung der Mut­ter­ge­sell­schaft eine Viel­zahl von Kre­di­ten zur Finan­zie­rung eige­ner und frem­der Han­dels­ge­schäf­te ohne zeit­li­che Unter­bre­chung in Anspruch genom­men, kön­nen Dau­er­schul­den vor­lie­gen, wenn der Zusam­men­hang zwi­schen den ein­zel­nen lau­fen­den Geschäf­ten und dem Kre­dit nicht ver­trag­lich begrün­det und bei der Abwick­lung des Kre­dits auch tat­säch­lich gewahrt wird.

Eine Schuld mit wech­seln­dem Bestand ist nicht nur in Höhe des Min­dest­be­stan­des als Dau­er­schuld anzu­se­hen.
Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 31. Mai 2005 – I R 73/​03