Gemein­nüt­zig­keit bei Ret­tungs­diens­ten und Kran­ken­trans­por­ten

Nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs vom Sep­tem­ber 2007 sind gewerb­li­che Ret­tungs­diens­te und Kran­ken­trans­por­te nicht von der Gewer­be­steu­er befreit. Der BFH hat in die­sem Beschluss unab­hän­gig von der zu tref­fen­den Ent­schei­dung aus­ge­führt, dass nach sei­ner Auf­fas­sung auch die Ret­tungs­diens­te und Kran­ken­trans­por­te gemein­nüt­zi­ger Wohl­fahrts­ver­bän­de und der juris­ti­schen Per­so­nen des öffent­li­chen Rechts kör­per­schaft- und gewer­be­steu­er­steu­er­pflich­ti­ge Betrie­be sei­en. Die Finanz­ver­wal­tung will die­sen Beschluss des BFH nicht über den ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus anwen­den.

Gemein­nüt­zig­keit bei Ret­tungs­diens­ten und Kran­ken­trans­por­ten

Nach dem Anwen­dungs­er­lass zur AO zu § 66, Nr. 6, ist der Kran­ken­trans­port von Per­so­nen, für die wäh­rend der Fahrt eine fach­li­che Betreu­ung bzw. der Ein­satz beson­de­rer Ein­rich­tun­gen eines Kran­ken­trans­port- oder Ret­tungs­wa­gens erfor­der­lich ist oder mög­li­cher­wei­se not­wen­dig wird, durch steu­er­be­güns­tig­te Kör­per­schaf­ten als Zweck­be­trieb zu behan­deln. Nach dem Ergeb­nis der Erör­te­rung mit den obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der wird an die­ser Anwei­sung fest­ge­hal­ten. Die steu­er­be­güns­tig­ten Kör­per­schaf­ten üben ihren Ret­tungs­dienst und Kran­ken­trans­port ent­ge­gen der Annah­me des BFH regel­mä­ßig nicht des Erwerbs wegen und zur Beschaf­fung zusätz­li­cher Mit­tel aus, son­dern ver­fol­gen damit ihren sat­zungs­mä­ßi­gen steu­er­be­güns­tig­ten Zweck der Sor­ge für not­lei­den­de oder gefähr­de­te Men­schen.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 20. Janu­ar 2009 – IV C 4 – S 0185/​08/​10001 – (2009/​0012162)