Gewerbe­steuer­hebe­sätze 2011

Nach der jetzt vor­lie­gen­den Sta­tis­tik des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes sind die Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze im Jahr 2011 im Bun­des­durch­schnitt um 2 Pro­zent­punkt auf durch­schnitt­lich 392 % gestie­gen.

Gewerbe­steuer­hebe­sätze 2011

Die Extrem­punk­te mar­kie­ren dabei die Bun­des­län­der Hes­sen und Thü­rin­gen: Wäh­rend die Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze in Hes­sen um durch­schnitt­lich 2 Pro­zent­punk­te san­ken, stie­gen sie im Frei­staat Thü­rin­gen um 18 Pro­zent­punk­te. Die höchs­ten durch­schnitt­li­chen Gewer­be­steu­er­he­be­sät­ze fin­den sich für das Jahr 2011 mit 470 % in Ham­burg, gefolgt von Nord­rhein-West­fa­len mit durch­schnitt­lich 442 %. Die nied­rigs­te Gewer­be­steu­er­be­las­tung fin­det sich dage­gen in Bran­den­burg mit durch­schnitt­lich 324 %, gefolgt von Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit durch­schnitt­lich 343 %.

Die durch die Gemein­den fest­ge­setz­ten Hebe­sät­ze zur Gewer­be­steu­er sowie zur Grund­steu­er A und B ent­schei­den maß­geb­lich über die Höhe der Real­steu­er­ein­nah­men in den Gemein­den.

Das Gewer­be­steu­er­auf­kom­men betrug 2011 in Deutsch­land rund 40,5 Mrd. €. Gegen­über dem Vor­jahr 2010 ist es damit um 13,2 % gestie­gen. Ein gesun­ke­nes Gewer­be­steu­er­auf­kom­men fin­det sich ledig­lich in Bran­den­burg (-6,9 %). In allen übri­gen Bun­des­län­dern stieg das Gewer­be­steu­er­auf­kom­men, oft­mals konn­ten sogar pro­zen­tu­al zwei­stel­li­ge Zuwäch­se ver­zeich­net wer­den. Den rasan­tes­ten Anstieg ver­zeich­ne­te dabei die Freie Han­se­stadt Bre­men mit einem pro­zen­tua­len Zuwachs von 31,5 %.

Bun­des­land Gewer­be­steu­er
Durch­schnitt­li­cher
Hebe­satz 2011
Ver­än­de­rung
zu 2010
Ham­burg 470 % ± 0
Nord­rhein-West­fa­len 442 % + 6
Bre­men 434 % ± 0
Sach­sen 415 % + 3
Saar­land 412 % + 4
Ber­lin 410 % ± 0
Bun­des­durch­schnitt 392 % + 2
Nie­der­sach­sen 385 % + 2
Hes­sen 384 % – 7
Rhein­land-Pfalz 371 % + 4
Bay­ern 370 % + 1
Thü­rin­gen 367 % + 18
Baden-Würt­tem­berg 363 % + 5
Sach­sen-Anhalt 357 % + 7
Schles­wig-Hol­stein 356 % + 9
Meck­len­burg-Vor­pom­mern 343 % – 2
Bran­den­burg 324 % + 16