Schach­tel­be­tei­li­gung und Betei­li­gungs­auf­wen­dung

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat­te mit Urteil vom 25. Janu­ar 2006 ent­schie­den, dass Gewin­ne aus Antei­len, um die der Gewinn aus Gewer­be­be­trieb gemäß § 9 Nr. 2a GewStG zu kür­zen ist, nicht um Betei­li­gungs­auf­wen­dun­gen zu min­dern sind, die mit dem Erwerb der Betei­li­gun­gen in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang ste­hen.
Nach bis­he­ri­ger Ver­wal­tungs­auf­fas­sung, die sich in den Abschnit­ten 61 Abs. 1 Satz 12 und 65 Abs. 1 Satz 4 der Gewer­be­steu­er­richt­li­ni­en fin­det, umfasst der gewer­be­steu­er­li­che Kür­zungs­be­trag für Schach­tel­be­tei­li­gun­gen nach § 9 Nr. 2a, 7 und 8 GewStG den Gewinn als Net­to­grö­ße aus dem Betei­li­gungs­er­trag nach Abzug der mit der Betei­li­gung in unmit­tel­ba­rem Zusam­men hang ste­hen­den Auf­wen­dun­gen.
Wie jetzt die Finanz­mi­nis­ter der Län­der in einem gleich­lau­ten­den Erlass fest­ge­legt haben, ist das Urteil über den ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus all­ge­mein anzu­wen­den.
In dem Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung eines Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2007 wird aller­dings wie­der die bis­he­ri­ge Ver­wal­tungs­auf­fas­sung im Gewer­be­steu­er­ge­setz fest­ge­schrie­ben (§ 9 Nr. 2a Satz 3 – neu -, § 9 Nr. 7 Satz 2 – neu – und § 9 Nr. 8 Satz 2 – neu – GewStG). Der Gesetz­ent­wurf sieht vor, die Neu­re­ge­lung ab Erhe­bungs­zeit­raum 2006 anzu­wen­den.

Schach­tel­be­tei­li­gung und Betei­li­gungs­auf­wen­dung

Gleich lau­ten­de Erlas­se der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 10. Novem­ber 2006:
Finanz­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg – 3 – G 142.5 /​22
Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen – 33‑G 1425 – 042-38504/06
Senats­ver­wal­tung für Finan­zen Ber­lin – III A ? G 1425 – 05/​2004
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Lan­des Bran­den­burg – 35 ? G 1425 – 2/​04
Der Sena­tor für Finan­zen der Frei­en Han­se­stadt Bre­men – G 1425 ? 239 ? 12 – 1
Finanz­be­hör­de der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg – 53 ? G 1425 ? 004/​06
Hes­si­sches Minis­te­ri­um der Finan­zen – G 1425 A ? 026 – II 43
Finanz­mi­nis­te­ri­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern – IV 302 – G 1425 – 5/​97
Nie­der­säch­si­sches Finanz­mi­nis­te­ri­um – G 1425 ? 51 – 311
Finanz­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len – G 1425 ? 48 ? V B 4
Minis­te­ri­um der Finan­zen Rhein­land-Pfalz – G 1425 A ? 06 – 03-10 – 444
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Saar­lan­des – B/​3 – 2 ? 188/​2006 ? G 1425
Säch­si­sches Staats­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen – 33-G1425‑9/14 – 55558
Minis­te­ri­um der Finan­zen des Lan­des Sach­sen-Anhalt – 43 – G 1425 – 24
Finanz­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Schles­wig-Hol­stein – VI 323 ? G 1425 ? 075
Thü­rin­ger Finanz­mi­nis­te­ri­um – G 1425 A ? 7 ? 205.2