Jah­res­steu­er­ge­setz 2007

Mit dem jetzt vom Bun­des­ka­bi­nett ver­ab­schie­de­ten Ent­wurf des Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2007 kün­di­gen sich wie­der neue Ände­run­gen im Steu­er­recht an. So wer­den zahl­rei­che steu­er­recht­li­che Ände­run­gen umge­setzt, die auf­grund des vor­zei­ti­gen Endes der 15. Legis­la­tur­pe­ri­ode im Jahr 2005 nicht mehr ver­wirk­licht wer­den konn­ten und die jetzt zum gro­ßen Teil zum 1. Janu­ar 2007 in Kraft tre­ten sol­len.

Jah­res­steu­er­ge­setz 2007

Neben Anpas­sun­gen an das EU-Gemein­schafts­recht sind auch Rege­lun­gen ent­hal­ten, mit denen die Bun­des­re­gie­rung auf die Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs reagiert und For­de­run­gen des Rech­nungs­prü­fungs­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges umsetzt.

Her­vor­zu­he­ben sind ins­be­son­de­re fol­gen­de zwei Ände­run­gen:

Die ein­ge­schränk­te Ver­lust­be­rück­sich­ti­gung bei Steu­er­stun­dungs­ge­stal­tun­gen wird künf­tig für alle Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen gel­ten (Anord­nung der ent­spre­chen­den Anwen­dung des § 15b EStG durch den neu­en § 20 Abs. 2b EStG). Damit wird auf das Auf­tre­ten neu­er Steuerstun?dungsgestaltungen am Markt reagiert. Die­se Neu­re­ge­lung soll bereits für den gesam­ten Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2006 gel­ten.

Sodann soll auf die Recht­spre­chung des BFH zur steu­er­li­chen Behand­lung von Son­der­zah­lun­gen, Gegen­wert­zah­lun­gen oder Sanie­rungs­gel­dern eines Arbeit­ge­bers an kom­mu­na­le, kirch­li­che und betrieb­li­che Zusatz­ver­sor­gungs­kas­sen und an die Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der mit fol­gen­den Rege­lun­gen reagiert wer­den:

  1. Ein­füh­rung einer zuneh­men­den Steu­er­frei­stel­lung von nach dem 31. Dezem­ber 2007 geleis­te­ten, lau­fen­den Zuwen­dun­gen des Arbeit­ge­bers zum Auf­bau einer nicht kapi­tal­ge­deck­ten Alters­ver­sor­gung der Arbeit­neh­mer. Ent­spre­chend gibt es einen lang­fris­tig gestreck­ten, stu­fen­wei­sen Ein­stieg in die nach­ge­la­ger­te Besteue­rung die­ser Zuwen­dun­gen, § 3 Nr. 56 EStG.
  2. Die Ein­füh­rung einer Pau­schal­be­steue­rungs­pflicht in Höhe von 15% für Son­der- und Gegen­wert­zah­lun­gen sowie Sanie­rungs­gel­der des Arbeit­ge­bers für eine nicht kapi­tal­ge­deck­te Alters­ver­sor­gung an kom­mu­na­le, kirch­li­che und betrieb­li­che Zusatzversorgungskassen(einschließlich VBL), § 40b EStG.

Die­se bei­den Maß­nah­men für sich genom­men füh­ren zu Steu­er­min­der?ein­nah­men aller Gebiets­kör­per­schaf­ten von rund 190 Mil­lio­nen Euro bei vol­ler Jah­res­wir­kung.