Abschaf­fung der Mehr­müt­ter­or­gan­schaft

Wur­de in Fäl­len der sog. Mehr­müt­ter­or­gan­schaft der Gewinn­ab­füh­rungs­ver­trag vor dem 21. Novem­ber 2002 abge­schlos­sen, so ist § 34 Abs. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVer­gAbG ver­fas­sungs­kon­form in der Wei­se aus­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zung der ver­schär­fen­den Neu­re­ge­lung des § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 3 KStG 2002 i.d.F. des StVer­gAbG, nach der die Organ­trä­ger-Per­so­nen­ge­sell­schaft selbst mehr­heit­lich an der Organ­ge­sell­schaft vom Beginn deren Wirt­schafts­jah­res an betei­ligt sein muss (sog. finan­zi­el­le Ein­glie­de­rung), jeden­falls dann als erfüllt anzu­se­hen ist, wenn die bis­her im Son­der­be­triebs­ver­mö­gen bei der Organ­trä­ger-Per­so­nen­ge­sell­schaft gehal­te­nen Antei­le (ganz oder antei­lig) vor Ablauf des ers­ten nach Ver­kün­dung des StVer­gAbG enden­den Wirt­schafts­jah­res in das Gesamt­hand­s­ver­mö­gen der Per­so­nen­ge­sell­schaft mit der Fol­ge einer mehr­heit­li­chen Betei­li­gung i.S. von § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG 2002 i.d.F. des StVer­gAbG über­tra­gen wer­den.

Abschaf­fung der Mehr­müt­ter­or­gan­schaft

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 15. Febru­ar 2012 – I B 7/​11