Abzug „fina­ler“ Ver­lus­te einer aus­län­di­schen Toch­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft

Unter­stellt, ein Abzug von Ver­lus­ten einer in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on ansäs­si­gen Toch­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft bei ihrer inlän­di­schen Mut­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft wäre aus uni­ons­recht­li­chen Grün­den gebo­ten, käme ein sol­cher Ver­lust­ab­zug nicht im Ver­an­la­gungs­zeit­raum des Ent­ste­hens der Ver­lus­te, son­dern nur in jenem Ver­an­la­gungs­zeit­raum in Betracht, in wel­chem sie tat­säch­lich „final“ gewor­den sind [1].

Abzug „fina­ler“ Ver­lus­te einer aus­län­di­schen Toch­ter­ka­pi­tal­ge­sell­schaft

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 9. Novem­ber 2010 – I R 16/​10

  1. Anschluss an BFH, Urteil vom 09.06.2010 – I R 107/​09, BFHE 230, 35[]