Auf­lö­sung pas­si­ver Aus­gleichs­pos­ten bei Organ­schaft

Das Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs, wonach ein beim Organ­trä­ger bestehen­der pas­si­ver Aus­gleichs­pos­ten im Fall der Ver­äu­ße­rung der Organ­be­tei­li­gung erfolgs­neu­tral auf­zu­lö­sen ist, will die Finanz­ver­wal­tung über den vom BFH ent­schie­de­nen Ein­zel­fall hin­aus nicht anwen­den. Die Finanz­ver­wal­tung will viel­mehr auch zukünf­tig von einer ein­kom­mens­wirk­sa­men Auf­lö­sung der Aus­gleichs­pos­ten aus­ge­hen.

Auf­lö­sung pas­si­ver Aus­gleichs­pos­ten bei Organ­schaft

Das Urteil des BFH ste­he, so das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um in einem Nicht­an­wen­dungs­er­laß, nicht im Ein­klang mit dem Grund­satz der kör­per­schaft­steu­er­li­chen Organ­schaft, wonach sich inner­halb des Organ­krei­ses erziel­te Gewin­ne und Ver­lus­te ins­ge­samt nur ein­mal – und zwar beim Organ­trä­ger – aus­wir­ken dür­fen. Die­sem Grund­satz der Ein­mal­be­steue­rung dien­ten auch die akti­ven und pas­si­ven Aus­gleichs­pos­ten. Bei der Auf­lö­sung der pas­si­ven und akti­ven Aus­gleichs­pos­ten sei­en daher R 63 Abs. 3 KStR 2004 und Rdnr. 43 ff des BMF-Schrei­bens vom 26. August 2003 (BSt­Bl I S. 437) wei­ter­hin anzu­wen­den. Wegen des Zusam­men­hangs der Aus­gleichs­pos­ten mit der Betei­li­gung, sei auf die ent­spre­chen­de Ein­kom­mens­er­hö­hung bzw. -min­de­rung das Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren anzu­wen­den (§ 8b, § 3 Nr. 40, § 3c Abs., 2 EStG).

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 5. Okto­ber 2007 – IV B 7 – S 2770/​07/​0004