Besteue­rung einer Liqui­da­ti­ons­ge­sell­schaft

Zieht sich die Liqui­da­ti­on einer Kapi­tal­ge­sell­schaft über mehr als drei Jah­re hin, so darf das FA nach Ablauf die­ses Zeit­raums regel­mä­ßig auch dann gegen­über der Kapi­tal­ge­sell­schaft einen Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid erlas­sen, wenn für eine Steu­er­fest­set­zung vor Abschluss der Liqui­da­ti­on kein beson­de­rer Anlass besteht. Ein sol­ches Vor­ge­hen muss nur dann begrün­det wer­den, wenn ein recht­li­ches Inter­es­se der Kapi­tal­ge­sell­schaft an der Ver­län­ge­rung des Besteue­rungs­zeit­raums über drei Jah­re hin­aus erkenn­bar ist.

Besteue­rung einer Liqui­da­ti­ons­ge­sell­schaft

Hat das Finanz­amt gegen­über einer in Liqui­da­ti­on befind­li­chen Kapi­tal­ge­sell­schaft einen Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid für einen im Jahr 1997 enden­den Besteue­rungs­zeit­raum erlas­sen und dabei den im Jahr 1997 gel­ten­den Steu­er­satz ange­setzt, so ist die­ser Bescheid nicht allein des­halb rechts­wid­rig, weil die Liqui­da­ti­on über den 31. Dezem­ber 2000 hin­aus andau­ert und seit­her der tarif­li­che Kör­per­schaft­steu­er­satz nur noch 25 % beträgt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. Sep­tem­ber 2007 I R 44/​06