"Jah­res­glei­che" Rea­li­sie­rung von Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben

Ein durch die sog. Nach­steu­er­re­ge­lung des § 37 Abs. 3 KStG 2002 begrün­de­tes Kör­per­schaft­steu­er­gut­ha­ben kann – ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung im BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2003, BSt­Bl I 2003, 575 Tz. 40 – nach § 37 Abs. 2 KStG 2002 rea­li­siert wer­den, indem die Gesell­schaft noch im sel­ben Jahr, in dem sie die Gewinn­aus­schüt­tung erhält, ihrer­seits eine Gewinn­aus­schüt­tung vor­nimmt.

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Hier­bei kommt es weder dar­auf an, ob es sich bei der vor­ge­nom­me­nen Gewinn­aus­schüt­tung um eine Vor­ab­aus­schüt­tung oder um eine Aus­schüt­tung für ein abge­lau­fe­nes Wirt­schafs­jahr han­delt, noch dar­auf, in wel­cher zeit­li­chen Rei­hen­fol­ge die erhal­te­ne und die vor­ge­nom­me­ne Gewinn­aus­schüt­tung erfol­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. Novem­ber 2007 – I R 42/​07