Kir­chen­spen­den einer Kapi­tal­ge­sell­schaft

Spen­den einer GmbH kön­nen zu ver­deck­ten Gewinn­aus­schüt­tun­gen füh­ren, die nicht steu­er­min­dernd zu berück­sich­ti­gen sind, wenn über einen län­ge­ren Zeit­raum im wesent­li­chen nur Zuwen­dun­gen an die Kir­che erfol­gen, der die Anteils­eig­ner ange­hö­ren. Dies jeden­falls hat jetzt das Finanz­ge­richt Köln geur­teilt.

Kir­chen­spen­den einer Kapi­tal­ge­sell­schaft

Der Ent­schei­dung lag ein Fall zu Grun­de, bei dem eine Fami­li­en-GmbH, deren Gesell­schaf­ter einer evan­ge­li­schen Kir­che zuge­hör­ten, über meh­re­re Jah­re jähr­lich ca. 15.000 Euro an ver­schie­de­ne zuge­hö­ri­ge Kir­chen­ge­mein­den spen­de­te. Zuwen­dun­gen an ande­re Insti­tu­tio­nen erfolg­ten dane­ben nicht. Der Senat stütz­te die Annah­me einer ver­deck­ten Gewinn­aus­schüt­tung ins­be­son­de­re dar­auf, dass die GmbH über einen erheb­li­chen Zeit­raum nur ein­sei­tig die Kir­che der Anteils­eig­ner unter­stützt und dabei Beträ­ge auf­ge­wandt hat, die in kei­nem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zu der Ertrags- und Ver­mö­gens­la­ge der Gesell­schaft stan­den. Der Gewinn der GmbH beweg­te sich in dem Spen­den­zeit­raum zwi­schen 65.000 und 150.000 Euro. In einem Spen­den­jahr schloss die GmbH sogar mit einem erheb­li­chen Ver­lust ab.

Der Senat hat gegen das Urteil wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung die Revi­si­on beim Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen zuge­las­sen. Es bleibt anzu­war­ten, ob der BFH die Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Köln bestä­tigt.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 23. August 2006 – 13 K 288/​05