Kör­per­schaft­steu­er­freie Gewin­ne aus Bezugs­recht­ver­äu­ße­rung

Für eine Kapi­tal­ge­sell­schaft sind nach § 8b Abs. 2 des Kör­per­schaft­steu­er­ge­set­zes (KStG) Gewin­ne aus der Ver­äu­ße­rung von Antei­len an einer ande­ren Kapi­tal­ge­sell­schaft grund­sätz­lich steu­er­frei.
Die­se Frei­stel­lung gilt nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Köln auch dann, wenn kei­ne Gesell­schafts­an­tei­le, son­dern ledig­lich Bezugs­rech­te auf neue Akti­en ver­kauft wer­den. Das FG schließt sich damit in die­sem Urteil der Auf­fas­sung des Bun­des­fi­nanz­hofs zu § 3 Nr. 40 Satz 1 j des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) an. Nach die­ser Rege­lung bleibt bei pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten inner­halb der Spe­ku­la­ti­ons­frist der Ver­äu­ße­rungs­preis von Antei­len an Kör­per­schaf­ten grund­sätz­lich zur Hälf­te steu­er­frei. Nach der Ent­schei­dung des BFH vom 27.10.2005 (IX R 15/​05) gilt die­ses sog. Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren auch bei der Ver­äu­ße­rung von Bezugs­rech­ten. Das FG Köln hat die Revi­si­on zum BFH zuge­las­sen.

Kör­per­schaft­steu­er­freie Gewin­ne aus Bezugs­recht­ver­äu­ße­rung

Das Urteil des Finanz­ge­richts Köln betraf eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft, an der aus­schließ­lich Akti­en­ge­sell­schaf­ten betei­ligt waren. In die­sem Fall kommt die Rege­lung des § 8b Abs. 2 KStG eben­falls zur Anwen­dung.

Finanz­ge­richt Köln, Urteil vom 31. August 2006 – 15 K 444/​05