Ver­lust der wirt­schaft­li­chen Iden­ti­tät

Fremd­fi­nan­zier­te Anschaf­fun­gen füh­ren zu neu­em Betriebs­ver­mö­gen i.S. des § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1996 n.F. Der Ver­lust der wirt­schaft­li­chen Iden­ti­tät einer GmbH gemäß § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1996 n.F. setzt vor­aus, dass zwi­schen der Über­tra­gung der Gesell­schafts­an­tei­le und der Zufüh­rung neu­en Betriebs­ver­mö­gens ein sach­li­cher und zeit­li­cher Zusam­men­hang besteht. Erwirbt die Gesell­schaft noch im Jahr der Anteils­über­tra­gung über­wie­gend neu­es Betriebs­ver­mö­gen, ist auf­grund des engen zeit­li­chen auch der erfor­der­li­che sach­li­che Zusam­men­hang wider­leg­bar zu ver­mu­ten.

Ver­lust der wirt­schaft­li­chen Iden­ti­tät

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 29. April 2008 – I R 91/​05