Kyrill von der Steu­er abset­zen

Schä­den, die durch den Orkan „Kyrill“ ent­stan­den sind, kön­nen zumin­dest teil­wei­se in der Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung gel­tend gemacht wer­den.

Kyrill von der Steu­er abset­zen

Bei Schä­den an Gegen­stän­den, die zum Betriebs­ver­mö­gen gehö­ren, kön­nen die Schä­den bzw. die Repa­ra­tur­auf­wen­dun­gen als Betriebs­kos­ten gel­tend gemacht wer­den. Bei ver­mie­te­ten Immo­bi­li­en sind die Repa­ra­tur­auf­wen­dun­gen als Wer­bungs­kos­ten abzieh­bar.

Bei selbst­ge­nut­zen Immo­bi­li­en gibt es für Sie zwei Mög­lich­kei­ten, die Repa­ra­tur­auf­wen­dun­gen abzu­set­zen:

Bei pri­va­ten Immo­bi­li­en besteht die Mög­lich­keit, die­se Auf­wen­dun­gen als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen in der Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung anzu­ge­ben und so den Fis­kus an den Sturm­schä­den zu betei­li­gen.

Zum einen kön­nen die auf­ge­wen­de­ten Repa­ra­tur­kos­ten als „Hand­wer­k­erleis­tun­gen“ direkt mit der Ein­kom­men­steu­er­schuld ver­rech­net. Dabei kön­nen aller­dings nur die Arbeits­leis­tun­gen und Anfahrt­kos­ten des Hand­wer­kers von der Steu­er abge­setzt wer­den, nicht hin­ge­gen auch die Mate­ri­al­kos­ten. Wich­tig ist auch, daß die Bezah­lung der Hand­wer­ker­rech­nung nicht bar erfol­gen darf, sie müs­sen die Rech­nung an den Hand­wer­ker über­wei­sen und dem Finanz­amt mit Ihrer Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung die Rech­nung und den Über­wei­sungs­be­leg vor­le­gen. Absetz­bar sind hier­bei 20% der Hand­wer­ker­rech­nung (ohne Mate­ri­al­kos­ten), maxi­mal 600,- ?.

Im Übri­gen besteht auch die Mög­lich­keit, die Repa­ra­tur­auf­wen­dun­ge für die Orkan­schä­den als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen nach § 33 EStG gel­tend zu machen, aller­dings nur, soweit die Repa­ra­tur­kos­ten über der (vom jewei­li­gen Ein­kom­men abhän­gi­gen) Gren­ze der zumut­ba­ren Belas­tung lie­gen.