1% trotz Nut­zungs­ent­gelt

Die unent­gelt­li­che oder ver­bil­lig­te Über­las­sung eines Dienst­wa­gens an einen Arbeit­neh­mer auch für des­sen Pri­vat­fahr­ten ist vom Arbeit­neh­mer als geld­wer­ter Vor­teil zu ver­steu­ern. Die Bewer­tung die­ses geld­wer­ten Vor­teils wegen der Nut­zung eines Dienst­wa­gens für pri­va­te Zwe­cke ist in § 8 Abs. 2 Sät­ze 2 ff. des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) gere­gelt und nur in Form der 1 % – Rege­lung oder des Ein­zel­nach­wei­ses mit Fahr­ten­buch mög­lich. Die zwin­gend vor­ge­schrie­be­ne Anwen­dung der Vor­schrift kann nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch nicht dadurch ver­mie­den wer­den, dass der Arbeit­neh­mer ein Nut­zungs­ent­gelt an den Arbeit­ge­ber zahlt, selbst wenn sich die­ses an Durch­schnitts­sät­zen ori­en­tiert. Die vom Arbeit­neh­mer ver­ein­ba­rungs­ge­mäß gezahl­te nach der tat­säch­li­chen Nut­zung oder pau­schal ermit­tel­te Ver­gü­tung ist aller­dings von dem mit­tels der 1 % – Metho­de ermit­tel­ten Wert abzu­zie­hen, denn inso­weit liegt kein Arbeits­lohn vor.

1% trotz Nut­zungs­ent­gelt

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. Novem­ber 2007 – VI R 95/​04