Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se bei nie­der­län­di­scher Kran­ken­ver­si­che­rung

Die nach § 3 Nr. 62 Satz 1 EStG für die Steu­er­frei­heit vor­aus­ge­setz­te gesetz­li­che Ver­pflich­tung zu einer Zukunfts­si­che­rungs­leis­tung des Arbeit­ge­bers ergibt sich für einen Arbeit­ge­ber­zu­schuss zu einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung aus § 257 Abs. 2a Satz 1 SGB V. Die Vor­la­ge der Beschei­ni­gung nach § 257 Abs. 2a Satz 3 SGB V ist nicht kon­sti­tu­ti­ve Vor­aus­set­zung der Steu­er­be­frei­ung.

Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se bei nie­der­län­di­scher Kran­ken­ver­si­che­rung

§ 257 Abs. 2a SGB V fin­det auch auf Steu­er­pflich­ti­ge Anwen­dung, die eine Kran­ken­ver­si­che­rung bei einem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men abge­schlos­sen haben, das in einem ande­ren Land der EU sei­nen Sitz hat. § 257 Abs. 2a SGB V beschränkt nicht die Dienst­leis­tungs­frei­heit i.S. des Art. 49 EGV.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Juli 2008 – VI R 56/​05