Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge auf der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung 2010

Im Zusam­men­hang mit der Beschei­ni­gung der Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Kran­ken- und sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung bei frei­wil­lig in der gesetz­li­chen Kran­ken- und sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung ver­si­cher­ten Arbeit­neh­mern in der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung (§ 41b Absatz 1 Num­mer 12 und 13 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes – EStG -) gilt nach Ansicht Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums Fol­gen­des:

Arbeit­neh­mer­bei­trä­ge auf der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung 2010
  • Unter Num­mer 25 und 26 der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung 1 ist der gesam­te Bei­trag des frei­wil­lig ver­si­cher­ten Arbeit­neh­mers zu beschei­ni­gen, wenn der Arbeit­ge­ber die Bei­trä­ge an die Kran­ken­kas­se abführt (sog. Fir­men­zah­ler). Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se sind beim Aus­weis in der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung nicht von den Arbeit­neh­mer­bei­trä­gen abzu­zie­hen, son­dern geson­dert unter Num­mer 24 der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zu beschei­ni­gen. Die Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se stel­len inso­weit einen „Kor­rek­tur­pos­ten“ bei der Ver­an­la­gung zur Ein­kom­men­steu­er dar.
  • In Fäl­len, in denen der frei­wil­lig ver­si­cher­te Arbeit­neh­mer und nicht der Arbeit­ge­ber die Bei­trä­ge an die Kran­ken­kas­se abführt (sog. Selbst­zah­ler), sind unter Num­mer 25 und 26 der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung kei­ne Ein­tra­gun­gen vor­zu­neh­men. Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se sind unab­hän­gig davon unter Num­mer 24 der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zu beschei­ni­gen.
  • Hat der Arbeit­ge­ber bei frei­wil­lig ver­si­cher­ten Arbeit­neh­mern in der Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung 2010 unzu­tref­fend unter Num­mer 25 und 26 nur die um die Arbeit­ge­ber­zu­schüs­se gemin­der­ten Bei­trä­ge zur gesetz­li­chen Kran­ken- und sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung beschei­nigt, soll­te die Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung 2010 mit dem zutref­fen­den Aus­weis der Bei­trä­ge unter Num­mer 25 und 26 erneut über­mit­telt und dem Arbeit­neh­mer ein kor­ri­gier­ter Aus­druck aus­ge­hän­digt wer­den, wenn dies wirt­schaft­lich zumut­bar erscheint.
  1. zur Aus­stel­lung der elek­tro­ni­schen Lohn­steu­er­be­schei­ni­gun­gen 2010 und 2011 sie­he auch BMF, Schrei­ben vom 26.08.2009, BSt­Bl I Sei­te 902; und vom 23.08.2010, BSt­Bl I Sei­te 665[]