Gebraucht­wa­gen­kauf als geld­wer­ter Vor­teil

Der Erwerb eines Gebraucht­wa­gens vom Arbeit­ge­ber führt beim Arbeit­neh­mer zum Zufluss von Arbeits­lohn, wenn der gezahl­te Kauf­preis hin­ter dem nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bestim­men­den Wert des Fahr­zeugs zurück­bleibt. Für den danach maß­geb­li­chen übli­chen End­preis des Fahr­zeugs ist nicht auf den Händ­ler­ein­kaufs­preis abzu­stel­len, son­dern auf den Preis, den das Fahr­zeug unter Berück­sich­ti­gung der ver­ein­bar­ten Neben­leis­tun­gen auf dem Gebraucht­wa­gen­markt tat­säch­lich erzie­len wür­de. Wird zur Bestim­mung des übli­chen End­prei­ses eine Schät­zung erfor­der­lich, kann sich die Wert­ermitt­lung an den im Rechts­ver­kehr aner­kann­ten Marktüber­sich­ten für gebrauch­te PKW ori­en­tie­ren.

Gebraucht­wa­gen­kauf als geld­wer­ter Vor­teil

BFH, Urteil v. 17.06.2005 – VI R 84/​04