Lohnsteuer-Richtlinien für 2008

Das Bundesfinanzministerium hat den Entwurf der Lohnsteuer-Richtlinien 2008 ver­öf­fent­licht.

Lohnsteuer-Richtlinien für 2008

Bei die­sen Richtlinien han­delt es sich um eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Anwendung des Einkommensteuerrechts in dem Bereich, in dem die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn (also als Lohnsteuer) erho­ben wird. Die Richtlinien sind Weisungen an die Finanzverwaltung. Sie haben nicht den Rang einer Rechtsnorm, sol­len jedoch sicher stel­len, dass die Finanzämter in Zweifelsfragen nach ein­heit­li­chen Grundsätzen ver­fah­ren. Sie ent­hal­ten außer­dem Anweisungen zur Vermeidung unbil­li­ger Härten und Regelungen zur Verwaltungsvereinfachung. Über die ein­tre­ten­de Selbstbindung der Verwaltung ent­fal­ten sie eine erheb­li­che Außenwirkung.

Die Änderungen in den LStR 2008 sol­len im Wesentlichen den noch nach­zu­voll­zie­hen­den Rechtsänderungen aus den zwi­schen­zeit­lich ergan­ge­nen Gesetzen, aus der neue­ren Rechtsprechung und den zwi­schen­zeit­li­chen Verwaltungsentscheidungen Rechnung tra­gen. Insoweit wer­den die LStR 2008 grund­sätz­lich weder begüns­ti­gen­de noch belas­ten­de Wirkung ent­fal­ten.

Mit den LStR 2008 wird die Verwaltungsvorschrift neu geglie­dert nach dem Vorbild der EStR 2005. Die Richtlinienstruktur und – die­sen spä­ter fol­gend – die amt­li­chen Hinweise für die Finanzverwaltung ori­en­tie­ren sich im Sinne eines moder­nen Vorschriften-Managements nun­mehr an der Paragraphenfolge des EStG.

Mit dem beschlos­se­nen E‑LStR 2008 wird das steu­er­li­che Reisekostenrecht teil­wei­se in Anlehnung an die BFH – Rechtsprechung ver­ein­facht wer­den (ein­heit­li­cher Oberbegriff „Auswärtstätigkeit”). In die­sem Zusammenhang ent­fällt – als ein Element – bei der Einsatzwechseltätig­keit die 30 km-Grenze.

Die Richtlinien bedür­fen noch der Zustimmung des Bundesrates, bevor sie in Kraft tre­ten kön­nen. Sie sind ab 2008 anzu­wen­den.