Lohn­steu­er­haf­tungs­be­scheid – und sei­ne Anfech­tung durch den Arbeit­neh­mer

Der Arbeit­neh­mer kann gegen den an Arbeit­ge­ber gerich­te­ten Lohn­steu­er­haf­tungs­be­scheid zuläs­si­ger­wei­se Kla­ge erhe­ben.

Lohn­steu­er­haf­tungs­be­scheid – und sei­ne Anfech­tung durch den Arbeit­neh­mer

Der Arbeit­neh­mer kann Streit­fall per­sön­lich für die vom Arbeit­ge­ber gefor­der­ten Lohn­steu­er­be­trä­ge in Anspruch genom­men wer­den, soweit sie auf ihn ent­fal­len. Ent­spre­chend steht ihm gegen den an den Arbeit­ge­ber gerich­te­ten Haf­tungs­be­scheid ein eige­nes Anfech­tungs­recht zu 1.

Der Ein­spruch ist grund­sätz­lich inner­halb eines Monats nach Bekannt­ga­be des Ver­wal­tungs­akts ein­zu­le­gen. Wur­de der Haf­tungs­be­scheid dem Arbeit­neh­mer nicht bekannt gege­ben, kann er den Bescheid jeden­falls bis zum Ablauf der Jah­res­frist anfech­ten.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 3. Juli 2019 – VI R 37/​16

  1. vgl. BFH, Urtei­le vom 29.06.1973 – VI R 311/​69, BFHE 109, 502, BSt­Bl II 1973, 780; und vom 07.12.1984 – VI R 72/​82, BFHE 142, 494, BSt­Bl II 1985, 170[]