Lohn­steu­er­pau­scha­lie­rung in der Land­wirt­schaft II

Trak­tor­füh­rer sind nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs jeden­falls dann als Fach­kräf­te i.S. des § 40a Abs. 3 Satz 3 EStG und nicht als Aus­hilfs­kräf­te zu beur­tei­len, wenn sie den Trak­tor als Zug­fahr­zeug mit land­wirt­schaft­li­chen Maschi­nen füh­ren.

Lohn­steu­er­pau­scha­lie­rung in der Land­wirt­schaft II

Rei­ni­gungs­ar­bei­ten, die ihrer Art nach wäh­rend des gan­zen Jah­res anfal­len (hier: Rei­ni­gung der Gül­le­ka­nä­le und Her­aus­nah­me der Gül­le­spal­ten), sind nicht vom Lebens­rhyth­mus der pro­du­zier­ten Pflan­zen oder Tie­re abhän­gig und sind daher kei­ne sai­son­be­ding­ten Arbei­ten.

In die­sen bei­den Fäl­len ist eine Pau­scha­lie­rung der Lohn­steu­er mit 5% des Aus­hilfs­lohns daher nicht mög­lich.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Okto­ber 2005 – VI R 59/​03